Brazil I - Salvador - Maceio - Olinda - Praia da Pipa


Nach langem hin und her wo unser Urlaub dieses Jahr hingeht entschieden wir uns anhand der Flugpreise für Brasilien. Am günstigen war die Reise nach Salvador in Kombination mit einem Rückflug von Rio- somit stand auch die Route relativ schnell fest: Zuerst würden wir den Norden Brasiliens erkunden um unseren Abschluss dann in Rio zu finden.

Salvador

Die Hauptstadt Bahias, die als schwärzeste Stadt Brasiliens bekannt ist, zeichnet sich besonders durch die koloniale Altstadt sowie den Verbindungsfahrstuhl zwischen Hafen und Altstadt aus. Über diesen Fahrstuhl gelangen bis zu 900.000 Personen im Monat hin und her. Von Barra aus gelangt man hier mit dem Bus hin und muss einfach nur bis zur Endhaltestelle, von dort aus kann man zu Fuss die komplette Altstadt erkunden und auch einige der wunderschönen Kirchen besichtigen.

Unser Hotel war das The Hotel und ich kann dies wirklich nur empfehlen. Nicht weit von der Strandpromenade und direkt neben der Barra Shopping Mall gelegen eine gute Ausgangslage. Die Standpromenade lädt zum Joggen und Flanieren ein. Abends findet man dort viele Möglichkeiten etwas zu Essen und Trinken zu gehen.

Unsere Zeit in Salvador war allerdings sehr geprägt von einem Begriff namens CPF. Das ist eine Nummer die in Brasilien sehr wichtig ist und einer Art Steuernummer gleich kommt. Diese Nummer braucht man z.B. beim Kauf einer Sim Karte, Flugbuchungen,... Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es auch ohne irgendwie geht, wenn man auf die richtigen Leute trifft, weil im Receite Federal wurden wir jedes Mal vertröstet wenn wir versucht haben eine zu bekommen.

Nach zwei Nächten in Salvador machten wir uns mit einem Semi-Leito Nachtbus auf nach Maceio. Die Busse in Brasilien sind deutlich komfortabler als wir es aus Deutschland gewöhnt sind und man bekommt eine Decke und kann die Sitze fast komplett zurück machen. (Der Leito ist noch ein bisschen besser)


Maceio

Maceio sollte für uns eine kurze Zwischenstation auf dem Weg nach Recife/ Olinda sein, um kürzere Busfahrten zu haben. Maceio ist eine Stadt mit einem ewig langen und recht netten Stadtstrand. Da wir unter der Woche dort waren, hatten wir diesen fast für uns alleine. Wir haben einfach einen wunderbaren Tag am Strand genossen und Abends eine Runde im Outdoor-Gym trainiert. Anschließend waren wir noch bei Habib´s ne rießige Pizza essen und anschließend Tartlets mit Schokolade und M&M´s. Am nächsten Morgen ging es dann früh weiter nach Olinda.
Übernachtet haben wir übrigens in der Pousada Ecomaceio, die ich auch guten Gewissens weiterempfehlen würde. 

Olinda

 

Olinda ist ein "kleines" Örtchen neben Recife und ist besonders für seine bunten Häuser im Kolonialstil bekannt. Dort waren wir in der netten kleinen Pousada Cama e Café Casa de Campo mit unheimlich tollen Gastgebern und einem unheimlich schönen grünen Garten, in dem man auch die Chance hatte kleine Äffchen zu sehen.
Olinda selbst ist echt traumhaft schön und bietet auch abends dank vieler Möglichkeiten zum gemütlichen Getränken ein. Auch haben wir dort über Jodel zwei super nette Mädels kennengelernt, die dort ein soziales Projekt betreuen und die wir in Pipa später wiedergetroffen haben. Nur kann man wegen häufig vorkommenden Haiattacken leider nicht ins Meer hüpfen, dafür hatten wir einen kleinen Pool bei unserer Unterkunft.
Am Freitagabend sind wir mit zwei Norwegerinnen aus unserer Unterkunft noch was trinken gegangen und haben den Proben der dortigen Kapelle gelauscht. Auch gibt es Plätze wo Karnevalsgruppen üben und Capoeira praktiziert wird. An diesem Abend hatten wir allerdings auch unsere erste Begegnung mit Kriminalität in Brasilien. Auf dem Heimweg rieten uns schon Leute nicht in unsere Richtung zu laufen, das es gefährlich sei. Kurze Zeit später raste ein Auto aus der Straße wo sich unser Bed & Breakfast befand, und verfehlte mich und eins der anderen Mädels nur um Zentimeter. Verdutzt bogen wir in unsere Straße ein, wo alle Bewohner auf der Straße standen und diskutierten. Die Stimmung war total angespannt und wir haben uns beeilt in unser Haus zu kommen. Kurz vor unserer Tür haben wir noch eine Frau angesprochen und versucht herauszufinden was los war, ihre Antwort lautete "Assaulto" und zeigte mit zwei Fingern, wie eine Pistole, an die Schläfe. Später wurde uns erzählt, dass die im Auto versucht haben einem Mädchen das Handy zu klauen und dann Panik bekommen hatten, da sie in eine Sackgasse gefahren sind. Was wirklich passiert werden wir wohl nie erfahren.


Praia da Pipa


Praia da Pipa hatte ich schon auf vielen Blogs gelesen und auch die Mädels aus Olinda waren übers Wochenende da, also machten wir uns auch auf in das brasilianische Urlaubsörtchen. Wir waren in einem typischen Surferhostel (Hostel PIPAradise) untergebracht, welches zwar super einfach war, aber einen unheimlich schönen Blick über den Praia da Amor hatte. Übrigens ist das Hostel nichts für Warmduscher, denn Warmwasser gibt es leider nicht. Brrr.
Am ersten Abend folgten wir essenstechnsich einem Tipp unseres Reiseführers, welcher absolut super war (Es war eine Crêperie, den Namen weiß ich leider nicht mehr). Auch kann ich den Laden der Pizza Rodizio anbietet sehr empfehlen, denn es gibt Pizza, Pasta, Pommes und andere Sachen dort für weniger als 10€. Und mein absolutes Highlight (und mein täglicher Anlaufpunkt) war der Acai Selfservice Laden. Ich liebe Acai und man kann es dort mit Früchten, Smarties und anderen Leckereien kombinieren und zahlt dann nach Gewicht.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf zum Praia dos Golfinhos, dem letzten Strand der drei zu Pipa gehörenden Strände. Der Name ist übrigens Programm, denn in dieser weitläufigen Bucht schwimmen Delfine. Ein wahnsinnig schönes Erlebnis einfach im Meer zu treiben und immer wieder neben einem Delfine auftauchen zu sehen. Aber man kann bei Ebbe noch weiter laufen und gelangt dann zum Praia do Madeiro. Dieser Strand eignet sich super zum Surfen und auch wir haben uns einen Tag daran gewagt. Man sollte allerdings den Rückweg immer rechtzeitig antreten, da man sonst echt schon fast schwimmen muss um überhaupt noch weiterzukommen. Einen Tag sind wir auch noch gerade so zurück gekommen.
Abends ist in Pipa am Wochenende viel los, unter der Woche wird es dann deutlich weniger. Aber die Atmosphäre in diesem Ort ist super und man kann hier prima Bikinis shoppen (hier haben wir die günstigsten und schönsten gefunden).Zu dem Zeitpunkt w wir da waren, war auch noch ein kleines Streetfoodfestival, wo es unheimlich leckere Kuchen gab und man verschiedene Cachaca Sorten testen konnte. Der Nachteil an diesem Ort: Es gibt nur gebührenpflichtige Geldautomaten.

Unser nächstes Ziel Jericoacoara und alles weitere dann im zweiten Teil ;) 




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