Vi Fit: Skitouring



In den letzten Jahren hat man eine Kategorie Menschen immer häufiger in den Skiorten erblicken können. Die Skitourer. Hat es mich in den letzten Jahren nicht gereizt ist spätestens meine Neugier entfacht als mein Arbeitskollege meinte, dass er Touren geht. Irgendwas muss dieses "Pistehochlaufen" ja haben, wenn es so viele machen.

Der Sohn unserer Pensionswirtin erklärt sich bereit mich auf eine Tour mitzunehmen und so verbringe ich meinen Nachmittag bei einem Skiverleih. Geliehen werden dann erstmal passende Boots, Skier und Stecken. Der Verkäufer erklärt mir dann auch noch, dass es bei dieser Bindung verschiedene Unterstüzungsstufen gibt, die man je nach Gefälle einstellen könne. Ahja. Ist wohl doch komplizierter als nur den Berg hochlaufen.

Silvester. 7.50 Uhr. Ich stehe vor dem Skiraum und mache mich bereit. Um 8 soll es losgehen und ich habe Angst, dass ich mich doch überschätzt habe. Um den Spaß zu überwachen habe ich meine Pulsuhr und meinen Brustgurt umgemacht, so dass ich auch ein paar Werte habe. Wir legen los und Seppi erklärt mir zunächst, dass ich die Ski beim laufen nicht anheben solle, sondern sie lediglich nach vorne schiebe. Ein zunächst ungewohnter Bewegungsablauf, doch nach 10 Minuten der Eingewöhnung habe ich den Dreh raus. Als der erste steilere Anstieg nach einiger Zeit kommt merke ich erst die Belastung. Ich fange an nach hinten zu rutschen und muss meine ganze Kraft in die Stecken drücken um nicht komplett wegzurutschen. Mein Puls erreicht langsam die 180 und auch mein Ruhepuls in den geraden Stücken geht nie unter die 130.

Nach 2 Stunden sind wir oben und ich bin erleichtert und glücklich, denn so anstrengend es auch war, zu sehen was man geschafft hat lässt einen dann doch glücklich strahlen. Ein Blick auf meine Uhr sagt mir dass die Anstrengung ganze 1000 kcal verbrannt hat, in knapp 2 Stunden Aufstieg. Und wenn ich ehrlich bin, dass wieder runter fahren mit dem Material fand ich viel schlimmer als den gesamten Aufstieg. Seppi macht diese Strecke allein übrigens in knapp unter einer Stunde, also ist da noch viel Luft nach oben. Ich hab Blut geleckt und werde mich sicher noch das ein oder andere Mal auf eine Tour begeben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Schreibt mir was :)

Ich freue mich über eure Anregungen, Meinungen und Kritik.
Allerdings macht – wie immer im Leben – der Ton die Musik.
Beleidigungen und Anschuldigungen gegen mich oder meine Leser gehören sich nicht und werden kommentarlos gelöscht.