Personal: Von Sehnsucht und Abschieden.

Ich warte aufgeregt am Bahnhof. Gleich. Endlich. Der Zug hält und ich halte den Atem an. Dann seh ich ihn, weit hinten aber er ist es. Ich stehe da wie erstarrt, kann es kaum begreifen. Dann renne ich los. Er kann mich kaum halten so viel Schwung habe ich aufgenommen. Eine lange Umarmung und ein noch längerer Kuss. Für die nächsten 48 Stunden sind wir wieder vereint.
Ich versuche jede Sekunde von dieser kostbaren Zeit zu genießen. Viel zu lange scheint mir die Zeit die zwischen unserem letzten Widersehen vergangen ist.
Doch leider bleiben die allgemeinen kleinen Streitereien nicht weg, auch wenn man nur so wenig Zeit hat. Aber auch das gehört dazu. In der ersten Nacht muss ich mich erst mal wieder daran gewöhnen, dass wer neben mir liegt. Beim Aufwachen drehe ich mich um, um sicherzugehen, dass alles real ist und nicht nur ein Traum. Zwar sind auch die täglichen Telefonate wichtig, aber sie ersetzen nicht das Beisammen sein.
Doch das Schlimmste ist nicht immer das Alleinseien. Der Moment der mir jedes Mal am meisten das Herz zerreist ist der Abschied. Dieser letzte Kuss, dann noch ein Blick und für die nächste Zeit bin ich wieder allein. Jedes Mal kämpfe ich mit Tränen. 
Ich kehre in meine Wohnung zurück. Nun bin ich wieder für zwei Wochen allein. Ich zähle die Tage und weiß: Das nächste Mal wird wieder viel zu kurz.


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